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Der Weinkeller
Der Keller, das ist hauptsächlich Gernots Bereich.
Gerade in der Weinlese ist hier Hochsaison.
Alle Trauben werden sofort nach der Ernte frisch verarbeitet.
Die Weißen werden direkt gekeltert und durch Absetzen zu glasklaren Mosten vorgeklärt. Eine gezügelte,
reintönige, aromenschonende Gärung verwandelt die Moste in ca. 10 bis 15 Tagen zu zwar noch ungeschliffenen
aber doch schon fruchtig-frischen Jungweinen.
Bei den Rotweinen bauen wir voll auf das traditionelle Maischegärverfahren. Hierzu werden die roten Trauben
zuerst entrappt. Diese Maische beginnt in großen Bütten sofort zu gären. Der dadurch entstehende Alkohol löst
die Farbstoffe und Tannine aus den Beerenhäuten aus und sorgt so für den typischen Rotweincharakter.
Je nach Gärverlauf bleibt die Maische 5 bis 10 Tage stehen. Täglich 6 - 10 Mal müssen die auftreibenden Beerenhäute
manuell untergestampft werden.
Nach der Gärung wird der Jungrotwein abgepresst und zum weiteren Ausbau und zur Reife in Holzfässer gelegt.
Ganz wichtig für den Ausbau all unserer Weine ist für uns die tägliche sensorische Kontrolle aller gärenden Moste und Jungweine,
damit Gernot bei Bedarf schonend in die Entwicklung des Weines eingreifen kann.
Dieses Probieren ist der krönende Abschluss eines jeden langen, arbeitsreichen Herbsttages und - wir geben zu - das
genießen wir in vollen Zügen.
Die Weine werden auch nach der Weinlese weiterhin bei ihrer Reife von uns begleitet
und zu Beginn des neuen Jahres filtriert und für die Abfüllung im Frühjahr bzw. Frühsommer vorbereitet.
Auch die Herausforderung Barrique-Ausbau hat Gernot mit Bravour gemeistert. Unser
Dornfelder barrique reifte 11 Monate, der Spätburgunder barrique sogar 18
Monate in kleinen neuen 225 l Eichenholzfässchen, die den beiden schweren
Rotweinen ihre ganz besondere
Note verliehen haben. Sie leben von der Fülle dichter Aromen, der intensiven, sehr reifen, harmonischen Tanninstruktur
und der herrlich kraftvollen Fülle.
In der langen Zeit der Entwicklung haben wir all die neuen Weine dann so lieb gewonnen, dass wir schon darauf brennen,
Ihnen die ersten Vertreter des neuen Jahrgangs vorzustellen.
Auf Ihr Urteil sind wir gespannt!
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